Donnerstag, 5. Juli 2007
Bei Oma in Gongju
Kürzlich habe ich hier zum ersten Mal in einer Bäckerei was gekauft. Diese haben ihre Backwaren entweder in Folie verpackt oder so im Schaufenster liegen. Man nimmt ein Tablett, packt sich seine Gipfelchen und Brötchen darauf, und lässt sie sich einzeln einpacken.
Mitsamt Serviette natürlich. Ich aß ein Croissaint (das überraschend gut war) und zwei gefüllte Brötchen ähnlich einem Berliner. Nur dass statt Marmelade so eine Art Klebreis sowie eine Paste aus roten Bohnen drin war. Was mich nicht (mehr) überraschte war, dass es mir geschmeckt hat.
Dienstag Morgen nahm ich einen Bus von Cheongju nach Gongju, das ca. 1 Stunde entfernt im Südwesten lag. Dort angekommen wurde ich von Papa und Mama Kang (Hye-Suks Eltern) sowie ihrer Oma abgeholt und zu deren Haus auf dem Land befördert.
Das Haus, das in einer sehr engen Straße lag, war recht modern gestaltet. Drei arme Hündchen, die immer draußen bleiben mussten, ein Stall Hühner sowie ein paar Gemüsegärtchen waren außen herum zu finden. Typisch koreanisch war es aufgebaut: Von der Haustür aus kommt man in den Vorraum, wo man sich seiner Schuhe entledigt (wie überall, wo man auf dem Boden sitzt - deshalb hat man als Koreaner auch Schuhe, die man nicht binden muss). Von dort aus geht es direkt in den großen Wohnraum, der gleichzeitig auch Esszimmer ist. Man sitzt dort auf dem Boden herum, guckt TV und spielt mit oder wickelt den kleinen (Ur-)Enkel, der sehr süß war. Vom Wohnraum aus gingen Türen links und rechts in das Schlafzimmer, zur Küche, ins Bad und in die Abstellkammer (wo ich schlafen durfte; wieder mal auf dem Boden).
Unsere Konversation gestaltete sich als so schwierig, dass ich es besser gleich bleiben ließ. Zunächst gingen wir alle (6 Personen) in ein nahes Restaurant und aßen dort Tolsotbap (Reis im Steintopf) mit so vielen Banchans, dass der Platz auf dem Tisch kaum dafür ausreichte, sowie 2 Vorspeisen. Woah! Das ist dann natürlich auch teurer als mein übliches 5000-Won-Essen.
Nachmittags wusste ich wenig zu tun und verhielt mich unauffällig. War schon etwas seltsam, mitten in dieser Familie zu sein. Die seltsamen Früchte, die sie mir hinstellten, waren dann mal etwas, was ich nicht mochte. Aber die Supak (Wassermelone) aus dem heimischen Garten dafür umso mehr.
Nachmittags fuhren wir zu König Muryeongs Grabstätte, einer Serie von Hügelgräbern. War zwar ganz nett, aber so interessant nun auch nicht mehr, weil ich ähnliches (und größeres) bereits in Gyeongju gesehen hatte. Oma war auch dabei, und trotz ihrer 85 Jahre kämpfte sie sich in stark gebückter 70-Grad-Haltung den Berg hinauf.
Leider war es wieder mal sehr heiß (obwohl fast keine Sonne da war), und so gestaltete sich das Wandern über den Busosan - einst eine gewaltige Festung, von der aber nichts mehr zu sehen war - als sehr schwierig. Oma ließen wir am Eingang sitzen, und Papa Kang wanderte wie immer voraus. Männer sind die Familienführer - und wenn er schon seine Frau das Auto fahren lässt, will er immerhin den richtigen Weg finden.
Ganz oben gab es eine Klippe, auf der sich in alten Zeiten laut einer Legende eine dramatische Geschichte abgespielt haben soll. Gongju war einst die Hauptstadt des Baekje-Königreichs. Dieses wurde dann jedoch von Silla (Südosten, Gyeongju) und China überrannt. General Gyebaek, dessen Schrein wir auf diesem Berg auch sahen, war ein sehr erfolgreicher Militärführer, der im Jahr 660 allerdings seinen letzten Kampf ausfocht: Damit seine Frau und Kinder nicht in die Hände des Feindes fielen, tötete er sie eigenhändig. Danach marschierte er mit einer kleinen Armee von 5000 Mann in den Kampf gegen die gegnerische Armee von 50.000.
Vier Angriffe überstanden die tapferen Jungs, beim fünften jedoch wurden alle getötet. Dies war das Ende des Baekje-Reiches. Die Frauen im Palast fürchteten sich dann so sehr davor, gefangen genommen und gefoltert und vergewaltigt zu werden, dass sie sich auf besagter Klippe in den Tod stürzten. 3000 Frauen. Die Klippe erhielt daraufhin den Namen Nakhwaam, was "Felsen der fallenden Blumen" bedeutet.
Unter diesem Felsen, am Fluss, wurde später ein Tempel gebaut, direkt neben einer Quelle aus "Heilwasser", welches früher die Könige tranken. Auch heute noch fließt das Wasser, und getrunken habe ich auch davon, denn es heißt, mit jedem Becher wird man 3 Jahre jünger... Mein Bauch fühlte sich danach eher seltsam an. Wer weiß, was da für Mikroben drin rumschwammen
.
Am Abend fuhren wir auf einen Hügel in ein sehr traditionelles Restaurant, wo Papa Kang Twaechigalbi bestellte, am Tisch gebratenes Schweinefleisch. Die Fleischstückchen legt man in ein Salatblatt, packt ein paar zusätzliche Beilagen und ein wenig Soße drauf, faltet alles zusammen und steckt es sich komplett in den Mund. Sehr gut und interessant. Dies sind die typischen Gemeinschaftsgerichte der Koreaner, die man alleine nicht essen kann. So war ich ziemlich froh darüber, dass ich noch einmal diese Möglichkeit bekam. Und nicht mal was bezahlen musste.
Am nächsten Tag verschwanden Papa und Mama Kang nach dem Frühstück, und blieben 4 Stunden lang weg. Ich schlief noch ne Runde, weil ich nichts zu tun wusste (denn außer der Tante und ihrem kleinen Enkel war sonst keiner da), aber um 12:30 Uhr kam die Familie zurück, mit Hye-Suk im Gepäck. Darüber war ich ziemlich glücklich, denn ich konnte wieder mit jemanden kommunizieren.
Zum Essen gab es schwarzes Hühnchen. Eins aus dem Stall vor dem Haus. So eines hatte ich noch nie gegessen. Schwarze Federn, schwarzbraune Haut, dunkle Knochen. Serviert von Kopf bis Fuß. Zum Glück haben die Damen das Fleisch portionsweise abgekratzt. Geschmeckt hat es genau so gut wie anderes Hühnchen auch. Das verrückteste aber waren zwei Eier, die sich während dem Backen noch im Bauch des Huhns befunden hatten - im Entwicklungsstadium. Nur das Eigelb, drum herum eine dünne schwärzliche Haut. Ich habs mal gekostet, und es hat ganz normal nach Eigelb geschmeckt. Oma legte erst dann los, als wir anderen gegessen hatten, denn sie wollte nicht, wie ich zusah, wie sie genüsslich die Hühnerfüße verspeiste...
Nachmittags fuhren wir zu Dongsansa, einem buddhistischen Tempel in der Nähe. Das besondere daran war, dass er in einem sehr schönen Wald lag (was ca. 1km Fußmarsch erforderte) und dass er ein Frauentempel war. Die buddhistischen Frauen waren ein interessanter Anblick in ihren grauen Gewändern und mit ihren rasierten Köpfen.
In Cheongju gingen wir Chinesisch essen (Mandu - gefüllte Teigtaschen, sowie in Teig eingebackenes Hühnerfleisch), luden Hye-Suk ab, und fuhren zurück Richtung Seoul. Da am nächsten Tag meine Panmunjeom-Tour anstand, wollte ich, dass mich ihre Eltern einfach nach Seoul brachten anstatt nach Incheon, weil ich morgens um 7 bereits im Zentrum sein musste. Das war denen aber nicht so recht, weil sie nicht wollten, dass ich was fürs Übernachten bezahle, aber trotz meiner Beteuerungen, es sei alles okay und ich würde schon was finden (im Motel-Finden bin ich ja mittlerweile geübt), suchten Papa und Mama Kang direkt in der Nähe des Tour-Abfahrtsortes ein Motel für mich. Und dann ging Papa auch noch mit mir rein, ich wollte zahlen, aber da hatte der schon seine Kreditkarte gezückt. Waaah!
Aber gut, er war zufrieden, ich musste letztlich keinen Pfennig bezahlen, hatte keinen schweren Rucksack zu schleppen (der war auf dem Weg nach Incheon) und am nächsten Tag musste ich nicht ganz so früh aufstehen. Nur sollten die sich nicht so sehr um mich kümmern, da fühle ich mich irgendwie in ihrer Schuld, obwohl das wahrscheinlich gar nicht der Fall ist. Denn so reserviert und ignorant der Koreaner im ersten Augenblick scheinen mag: Wenn er einem helfen soll, dann mit größtmöglichem Einsatz.
Die gute Oma im übrigen stellte sich als ungemein beweglich heraus. Wenn man 85 Jahre lang auf dem Boden rumhockt, schläft und isst, hat man keine Probleme, sich hinzusetzen und wieder aufzustehen, und mit dem Gewicht schon gar nicht. Wenn die Koreaner eines können, dann können sie sitzen. Übrigens sitzen Männer am Tisch anders als Frauen: Männer dürfen im Schneidersitz da hocken, Frauen sollten das jedoch nicht tun, auch nicht, wenn sie Hosen tragen. Die sitzen dann mit den angewinkelten Beinen zur Seite da, was auch eine Menge Übung erfordert. Die traditionellen Gewänder waren für beide Geschlechter so ausgelegt, dass das Sitzen darin möglichst nicht einschränkte.
So! Über meine Tour an die Grenze zu Nordkorea schreibe ich im nächsten Eintrag morgen früh. Momentan hab ich das Problem, dass ich vorhin aus dem Haus gehen wollte, um was zu essen, mir Papa Kang im Aufzug aber entgegen kam und wollte, dass ich bleibe. Da wir uns kommunikativ nicht so toll austauschen können, hat er jetzt wohl organisiert, dass Mama, wenn sie gegen halb Zehn nach Hause kommt, noch Essen für mich machen muss. In seiner Verzweiflung hat er mir schon Bonbons ausgegraben und ein paar alte Bananen aus dem Kühlschrank geholt... Argh!!!
Ach ja: Nächste Woche Dienstag fliege ich zurück und nehme mir den Rest der Woche noch frei, um mich ein wenig vom Urlaub zu erholen
.
Mitsamt Serviette natürlich. Ich aß ein Croissaint (das überraschend gut war) und zwei gefüllte Brötchen ähnlich einem Berliner. Nur dass statt Marmelade so eine Art Klebreis sowie eine Paste aus roten Bohnen drin war. Was mich nicht (mehr) überraschte war, dass es mir geschmeckt hat.
Dienstag Morgen nahm ich einen Bus von Cheongju nach Gongju, das ca. 1 Stunde entfernt im Südwesten lag. Dort angekommen wurde ich von Papa und Mama Kang (Hye-Suks Eltern) sowie ihrer Oma abgeholt und zu deren Haus auf dem Land befördert.
Das Haus, das in einer sehr engen Straße lag, war recht modern gestaltet. Drei arme Hündchen, die immer draußen bleiben mussten, ein Stall Hühner sowie ein paar Gemüsegärtchen waren außen herum zu finden. Typisch koreanisch war es aufgebaut: Von der Haustür aus kommt man in den Vorraum, wo man sich seiner Schuhe entledigt (wie überall, wo man auf dem Boden sitzt - deshalb hat man als Koreaner auch Schuhe, die man nicht binden muss). Von dort aus geht es direkt in den großen Wohnraum, der gleichzeitig auch Esszimmer ist. Man sitzt dort auf dem Boden herum, guckt TV und spielt mit oder wickelt den kleinen (Ur-)Enkel, der sehr süß war. Vom Wohnraum aus gingen Türen links und rechts in das Schlafzimmer, zur Küche, ins Bad und in die Abstellkammer (wo ich schlafen durfte; wieder mal auf dem Boden).
Unsere Konversation gestaltete sich als so schwierig, dass ich es besser gleich bleiben ließ. Zunächst gingen wir alle (6 Personen) in ein nahes Restaurant und aßen dort Tolsotbap (Reis im Steintopf) mit so vielen Banchans, dass der Platz auf dem Tisch kaum dafür ausreichte, sowie 2 Vorspeisen. Woah! Das ist dann natürlich auch teurer als mein übliches 5000-Won-Essen.
Nachmittags wusste ich wenig zu tun und verhielt mich unauffällig. War schon etwas seltsam, mitten in dieser Familie zu sein. Die seltsamen Früchte, die sie mir hinstellten, waren dann mal etwas, was ich nicht mochte. Aber die Supak (Wassermelone) aus dem heimischen Garten dafür umso mehr.
Nachmittags fuhren wir zu König Muryeongs Grabstätte, einer Serie von Hügelgräbern. War zwar ganz nett, aber so interessant nun auch nicht mehr, weil ich ähnliches (und größeres) bereits in Gyeongju gesehen hatte. Oma war auch dabei, und trotz ihrer 85 Jahre kämpfte sie sich in stark gebückter 70-Grad-Haltung den Berg hinauf.
Leider war es wieder mal sehr heiß (obwohl fast keine Sonne da war), und so gestaltete sich das Wandern über den Busosan - einst eine gewaltige Festung, von der aber nichts mehr zu sehen war - als sehr schwierig. Oma ließen wir am Eingang sitzen, und Papa Kang wanderte wie immer voraus. Männer sind die Familienführer - und wenn er schon seine Frau das Auto fahren lässt, will er immerhin den richtigen Weg finden.
Ganz oben gab es eine Klippe, auf der sich in alten Zeiten laut einer Legende eine dramatische Geschichte abgespielt haben soll. Gongju war einst die Hauptstadt des Baekje-Königreichs. Dieses wurde dann jedoch von Silla (Südosten, Gyeongju) und China überrannt. General Gyebaek, dessen Schrein wir auf diesem Berg auch sahen, war ein sehr erfolgreicher Militärführer, der im Jahr 660 allerdings seinen letzten Kampf ausfocht: Damit seine Frau und Kinder nicht in die Hände des Feindes fielen, tötete er sie eigenhändig. Danach marschierte er mit einer kleinen Armee von 5000 Mann in den Kampf gegen die gegnerische Armee von 50.000.
Vier Angriffe überstanden die tapferen Jungs, beim fünften jedoch wurden alle getötet. Dies war das Ende des Baekje-Reiches. Die Frauen im Palast fürchteten sich dann so sehr davor, gefangen genommen und gefoltert und vergewaltigt zu werden, dass sie sich auf besagter Klippe in den Tod stürzten. 3000 Frauen. Die Klippe erhielt daraufhin den Namen Nakhwaam, was "Felsen der fallenden Blumen" bedeutet.
Unter diesem Felsen, am Fluss, wurde später ein Tempel gebaut, direkt neben einer Quelle aus "Heilwasser", welches früher die Könige tranken. Auch heute noch fließt das Wasser, und getrunken habe ich auch davon, denn es heißt, mit jedem Becher wird man 3 Jahre jünger... Mein Bauch fühlte sich danach eher seltsam an. Wer weiß, was da für Mikroben drin rumschwammen
Am Abend fuhren wir auf einen Hügel in ein sehr traditionelles Restaurant, wo Papa Kang Twaechigalbi bestellte, am Tisch gebratenes Schweinefleisch. Die Fleischstückchen legt man in ein Salatblatt, packt ein paar zusätzliche Beilagen und ein wenig Soße drauf, faltet alles zusammen und steckt es sich komplett in den Mund. Sehr gut und interessant. Dies sind die typischen Gemeinschaftsgerichte der Koreaner, die man alleine nicht essen kann. So war ich ziemlich froh darüber, dass ich noch einmal diese Möglichkeit bekam. Und nicht mal was bezahlen musste.
Am nächsten Tag verschwanden Papa und Mama Kang nach dem Frühstück, und blieben 4 Stunden lang weg. Ich schlief noch ne Runde, weil ich nichts zu tun wusste (denn außer der Tante und ihrem kleinen Enkel war sonst keiner da), aber um 12:30 Uhr kam die Familie zurück, mit Hye-Suk im Gepäck. Darüber war ich ziemlich glücklich, denn ich konnte wieder mit jemanden kommunizieren.
Zum Essen gab es schwarzes Hühnchen. Eins aus dem Stall vor dem Haus. So eines hatte ich noch nie gegessen. Schwarze Federn, schwarzbraune Haut, dunkle Knochen. Serviert von Kopf bis Fuß. Zum Glück haben die Damen das Fleisch portionsweise abgekratzt. Geschmeckt hat es genau so gut wie anderes Hühnchen auch. Das verrückteste aber waren zwei Eier, die sich während dem Backen noch im Bauch des Huhns befunden hatten - im Entwicklungsstadium. Nur das Eigelb, drum herum eine dünne schwärzliche Haut. Ich habs mal gekostet, und es hat ganz normal nach Eigelb geschmeckt. Oma legte erst dann los, als wir anderen gegessen hatten, denn sie wollte nicht, wie ich zusah, wie sie genüsslich die Hühnerfüße verspeiste...
Nachmittags fuhren wir zu Dongsansa, einem buddhistischen Tempel in der Nähe. Das besondere daran war, dass er in einem sehr schönen Wald lag (was ca. 1km Fußmarsch erforderte) und dass er ein Frauentempel war. Die buddhistischen Frauen waren ein interessanter Anblick in ihren grauen Gewändern und mit ihren rasierten Köpfen.
In Cheongju gingen wir Chinesisch essen (Mandu - gefüllte Teigtaschen, sowie in Teig eingebackenes Hühnerfleisch), luden Hye-Suk ab, und fuhren zurück Richtung Seoul. Da am nächsten Tag meine Panmunjeom-Tour anstand, wollte ich, dass mich ihre Eltern einfach nach Seoul brachten anstatt nach Incheon, weil ich morgens um 7 bereits im Zentrum sein musste. Das war denen aber nicht so recht, weil sie nicht wollten, dass ich was fürs Übernachten bezahle, aber trotz meiner Beteuerungen, es sei alles okay und ich würde schon was finden (im Motel-Finden bin ich ja mittlerweile geübt), suchten Papa und Mama Kang direkt in der Nähe des Tour-Abfahrtsortes ein Motel für mich. Und dann ging Papa auch noch mit mir rein, ich wollte zahlen, aber da hatte der schon seine Kreditkarte gezückt. Waaah!
Aber gut, er war zufrieden, ich musste letztlich keinen Pfennig bezahlen, hatte keinen schweren Rucksack zu schleppen (der war auf dem Weg nach Incheon) und am nächsten Tag musste ich nicht ganz so früh aufstehen. Nur sollten die sich nicht so sehr um mich kümmern, da fühle ich mich irgendwie in ihrer Schuld, obwohl das wahrscheinlich gar nicht der Fall ist. Denn so reserviert und ignorant der Koreaner im ersten Augenblick scheinen mag: Wenn er einem helfen soll, dann mit größtmöglichem Einsatz.
Die gute Oma im übrigen stellte sich als ungemein beweglich heraus. Wenn man 85 Jahre lang auf dem Boden rumhockt, schläft und isst, hat man keine Probleme, sich hinzusetzen und wieder aufzustehen, und mit dem Gewicht schon gar nicht. Wenn die Koreaner eines können, dann können sie sitzen. Übrigens sitzen Männer am Tisch anders als Frauen: Männer dürfen im Schneidersitz da hocken, Frauen sollten das jedoch nicht tun, auch nicht, wenn sie Hosen tragen. Die sitzen dann mit den angewinkelten Beinen zur Seite da, was auch eine Menge Übung erfordert. Die traditionellen Gewänder waren für beide Geschlechter so ausgelegt, dass das Sitzen darin möglichst nicht einschränkte.
So! Über meine Tour an die Grenze zu Nordkorea schreibe ich im nächsten Eintrag morgen früh. Momentan hab ich das Problem, dass ich vorhin aus dem Haus gehen wollte, um was zu essen, mir Papa Kang im Aufzug aber entgegen kam und wollte, dass ich bleibe. Da wir uns kommunikativ nicht so toll austauschen können, hat er jetzt wohl organisiert, dass Mama, wenn sie gegen halb Zehn nach Hause kommt, noch Essen für mich machen muss. In seiner Verzweiflung hat er mir schon Bonbons ausgegraben und ein paar alte Bananen aus dem Kühlschrank geholt... Argh!!!
Ach ja: Nächste Woche Dienstag fliege ich zurück und nehme mir den Rest der Woche noch frei, um mich ein wenig vom Urlaub zu erholen
Montag, 2. Juli 2007
Große Seen, Buddhas und Ameisen
Am Samstag beschloss ich, einfach mal irgendwo ins Landesinnere zu fahren, und entschied mich für Danyang, eine kleine 40.000-Einwohner-Stadt, gelegen an einem großen künstlichen See, der sehr schön sein sollte. Zunächst nahm ich den Bus nach Gangneung, von dort aus den Express Bus nach Wonju (gerade noch gekriegt), in Wonju ein Taxi vom Express Bus zum Intercity Bus Terminal (es gibt meistens 2 Terminals), und von dort aus um 12 Uhr den Bus nach Danyang. Ich bin ja leider nicht so sprachgewandt, dass ich die Auskunft eines Ticketschaltermenschen verstehen könnte, der mir sagt, wann ich wo wohin gehen muss. Also hangelte ich mich von einer Stadt zur nächsten, bis ich am Ziel war.
So ca. 13:30 Uhr war ich endlich in Danyang und begab mich auf die Suche nach einem Motel. Der Lonely Planet schreibt: "Das Cinderella-Motel ist nur eines der zahlreichen exzellenten neuen Motels entlang des Seeufers." Von außen sah es nicht so exzellent aus, aber das sagt normalerweise noch nichts über das Innenleben aus. Dachte ich mir. Denn das Motel stellte sich als ziemlich heruntergekommen heraus, definitiv das schlechteste auf meiner bisherigen Reise. Das schönste am Zimmer war der Werbekalender einer Biermarke, auf dem Frauen im Bikini abgebildet waren.
Der See selbst hatte sehr wenig Wasser, und ich fand schnell heraus, dass aus meinem Plan nichts werden würde, von hier aus mit der Fähre nach Chungju am 50 Kilometer entfernten anderen Seeufer zu fahren. Also besuchte ich wieder mal eine Höhle. Keine so große und weite wie die letzte, aber dafür eine schöne und sehr enge mit zahlreichen Tropfsteinformationen.
Dort war es mit 15 Grad auch schön kühl, denn draußen, obwohl die Sonne nicht durch kam, schwitzte ich ohne was zu tun. Schrecklich! Der Sommer hier in Korea ist nichts für mich. Wenn ich das nächste Mal hier her komme, dann im April/Mai oder September/Oktober.
Viele kleine Städte, die interessant für Touristen sind, haben hier übrigens so eine Art Dorfmaskottchen, die einem von Geschäften oder Straßenlampen aus anstarren. Hier in Danyang ist das Ondal mit den dicken Augenbrauen, der mal ein Dorftrottel war, aber dann eine schöne Prinzessin heiratete und eine gute Ausbildung genießen durfte. Dadurch wurde er zum Dorfhelden und Idol.
Auf der Danyang-Brücke sah ich zum ersten Mal außerhalb des Museums Schmetterlinge mit einer Flügelspannweite von rund 10 Zentimetern. Wahnsinnsviecher! Aber leider sehr schwer zu fotografieren. Danach wanderte ich in der Stadt herum und fand wieder mal kein Restaurant. Da fast keine Touristen hier waren und ich der einzige Europäer war (was die Schulkinder heftig winken ließ - überhaupt sind junge Schüler ein gutes Messinstrument für die Fremdendichte in einer Stadt), waren wieder mal alle Restaurants wie leer gefegt. Die einzigen Leute, die darin am Tisch saßen, waren die Inhaber. Und nachdem ich rund 4 Mal durch das Zentrum der Stadt gelaufen war (es gab 1 Shoppingstraße, 1 Markt, und 6-7 Wohnstraßen), ging ich einfach in irgendein Restaurant hinein.
Solche Besuche in diesen kleinen Familienbetrieben lassen manchmal einen lustigen Einblick in das Familienleben zu. Die saß nämlich gerade beim Abendessen, als ich herein kam. Ich bestellte Kimchi-Suppe, die sich trotz der Warnung der Bedienung ("oooh, sehr scharf!") als extrem gut herausstellte, und beobachtete, wie Mama den Papa dazu bewegen wollte, mit dem Soju-Trinken aufzuhören, und wie Oma dem Enkel verbot, mit den schlabbrigen Hosen auf die Straße zu gehen.
Das war so ungefähr das Spannendste an diesem Tag. Abends war am Seeufer ein Alleinunterhalter am Werk, der ziemlich lustig klang, als er Englisch zu singen versuchte. Die Brücke und die Wasserfälle, die zur Zeit kein Wasser führten, waren schön beleuchtet. Und da ich niuchts mehr zu tun wusste, ging ich schlafen, was mir bei der Hitze extrem schwer fiel.
Am Sonntag beschloss ich, Hye-Suk in Cheongju besuchen, einer 500.000-Einwohner-Stadt rund 100 km entfernt. Da ich mit der Fähre von Danyang aus nicht fahren konnte, nahm ich den Bus nach Janghoe. Leider fuhr der erst um 11:25 Uhr.
Ich fragte einen Taxifahrer, wieviel er verlangen würde, aber der wollte 17000 Won und das war mir eindeutig zu teuer, denn der Bus kostete nur 3000. Jedenfalls war ich kurz vor Mittag am Janghoe-Terminal, und da ich ja zu den Glückspilzen dieser Welt gehöre, war die Fähre gerade abgefahren, und ich konnte wieder eine Stunde warten.
Die etwa eineinhalbstuendige Bootsfahrt war dann auch - trotz des mäßigen Wetters - sehr schön. Die Szenerie um mich herum wechselte ständig, weil der See sehr verschlungen war. Definitiv das Highlight des Tages. In Chungju angekommen hätte ich rund 2 Stunden auf einen Bus zum Busterminal warten müssen (die Koreaner hatten natürlich ihre Autos dort...), also nahm ich ein Taxi, was mich schlappe 14000 Won kostete. Argh. Am Terminal nahm ich dann einen Bus nach Cheongju, und eineinhalb Stunden später, am frühen Abend, war ich dort. Das sind übrigens keine Schreibfehler: Es gibt ein Chungju, ein Choengju und ein Joenju.
Dort checkte ich in eins der zahlreichen "Märchenschloss-Motels" ein, die innen ganz normale Motels sind, nur dass sie etwas besser ausgestattet sind für Liebespaare. Soll heißen, dass man für seine 30.000 Won auch noch ein Überlebenspaket mit Zahnbürsten, Gesichtsmaske und Kondomen bekam.
Abends traf ich mich mit Hye-Suk und wir gingen in einem sehr romantisch gestalteten Restaurant der Kette "can more" Fruchteis essen. Dort drin gab es so eine Art Wintergartenumgebung mit super gepolsterten Gartenstühlen und an Seilen aufgehängten Herumbaumel-Bänkchen, alles recht kitischig aber schön dekoriert.
Heute Morgen dann zahlte ich eine weitere Nacht im Motel und begab mich auf den Weg in den Seongnisan-Nationalpark, der rund 2 Stunden außerhalb der Stadt liegt. Genauer gesagt hatte ich vor, in den dortigen Beopjusa-Tempel zu gehen.
Irgendwann um kurz vor Zwei war ich dort. Es regnet ein wenig und ich aß zunächst in einem Restaurant, in dem sich eine alte Frau freute, dass ich ein wenig Koreanisch sprach. Ich bestellte Yukgechang (Gemüsesuppe), und schon wieder bekam ich zu hören, dass sie "maeun" (= scharf) wäre. Ja ja, schon gut, dachte ich mir. Aber das Zeug stellte sich wirklich als sehr scharf heraus, und ich war froh, dass es wie immer einige Banchans (Beilagen) sowie natürlich Reis dazu gab, mit denen man die Schärfe dämpfen konnte. Blöd war nur, dass mir die scharfe Suppe einmal mächtig aufstieß, als ich gerade was auf Koreanisch sagen wollte, und ich einen roten Kopf bekam, während mir das Wasser aus Augen und Nase lief. Argh. Aber ich habs überstanden. Nur spüre ich die Suppe jetzt immer noch.
Der Weg zum Tempel war etwa einen Kilometer weit zu Fuß und führte durch einen schönen Wald. Zum Glück aber hatte ich einen Regenschirm dabei, den ich dummerweise im Bus zurück liegen gelassen habe. Der Tempel stellte sich dann aber als extrem schön heraus, vor allem mit dem Hintergrund der wolkenverhangenen Berge.
Das erste Highlight war der größe Reiskochtopf Koreas (über 2m breit und 1m hoch), der aus Eisen im Jahr 720 hergestellt und dafür benutzt wurde, den damals angeblich 3000 Mönchen, die in Beopjusa lebten, Reis zu kochen.
Das zweite Highlight war die 33m hohe Buddha-Statue, die im Jahr 1990 für 4 Mio. US-Dollar fertig gestellt wurde. Das Geld stammte von 30.000 Spendern. Die Statue löste eine ca. hundert Jahre alte Steinstatue ab, die zerfallen war. Sie besteht aus Bronze und wurde mit 80 kg Blattgold überzogen. Ein sehr eindrucksvolles Bild.
Auf dem Rückweg überraschte mich ein Wolkenbruch, und als ich endlich im Bus war, war meine Hose durchnässt. Aber immerhin hatte ich an diesem Tag noch was schönes gesehen. Morgen, hab ich mich überreden lassen, werde ich zu Verwandten von Hye-Suk in die Nähe von Gongju fahren, was etwas südwestlich von hier liegt. Und danach geht es zurück nach Seoul, wo ich die letzten Tage verbringen werde. Meine Beine werden es mir danken, denn so richtig lassen sie sich nicht mehr zum Mitmachen überreden
.
Zwei kleine Facts zum Schluss: In Asien (China, Korea und Japan) gilt die 4 als Unglückszahl, weil deren Aussprache dem chinesischen Wort für "Tod" ähnelt.
In Städten findet man irgendwo in jeder größeren Straße rot und blau bemalte, sich drehende Rollen. In Korea eigentlich das Zeichen für Friseure. Wenn es aber statt einer Rolle zwei sind, die sich gegenläufig drehen, dann können die Frauen dort drin vieles, nur nicht Haare schneiden... (hab ich gehört
).
So ca. 13:30 Uhr war ich endlich in Danyang und begab mich auf die Suche nach einem Motel. Der Lonely Planet schreibt: "Das Cinderella-Motel ist nur eines der zahlreichen exzellenten neuen Motels entlang des Seeufers." Von außen sah es nicht so exzellent aus, aber das sagt normalerweise noch nichts über das Innenleben aus. Dachte ich mir. Denn das Motel stellte sich als ziemlich heruntergekommen heraus, definitiv das schlechteste auf meiner bisherigen Reise. Das schönste am Zimmer war der Werbekalender einer Biermarke, auf dem Frauen im Bikini abgebildet waren.
Der See selbst hatte sehr wenig Wasser, und ich fand schnell heraus, dass aus meinem Plan nichts werden würde, von hier aus mit der Fähre nach Chungju am 50 Kilometer entfernten anderen Seeufer zu fahren. Also besuchte ich wieder mal eine Höhle. Keine so große und weite wie die letzte, aber dafür eine schöne und sehr enge mit zahlreichen Tropfsteinformationen.
Dort war es mit 15 Grad auch schön kühl, denn draußen, obwohl die Sonne nicht durch kam, schwitzte ich ohne was zu tun. Schrecklich! Der Sommer hier in Korea ist nichts für mich. Wenn ich das nächste Mal hier her komme, dann im April/Mai oder September/Oktober.
Viele kleine Städte, die interessant für Touristen sind, haben hier übrigens so eine Art Dorfmaskottchen, die einem von Geschäften oder Straßenlampen aus anstarren. Hier in Danyang ist das Ondal mit den dicken Augenbrauen, der mal ein Dorftrottel war, aber dann eine schöne Prinzessin heiratete und eine gute Ausbildung genießen durfte. Dadurch wurde er zum Dorfhelden und Idol.
Auf der Danyang-Brücke sah ich zum ersten Mal außerhalb des Museums Schmetterlinge mit einer Flügelspannweite von rund 10 Zentimetern. Wahnsinnsviecher! Aber leider sehr schwer zu fotografieren. Danach wanderte ich in der Stadt herum und fand wieder mal kein Restaurant. Da fast keine Touristen hier waren und ich der einzige Europäer war (was die Schulkinder heftig winken ließ - überhaupt sind junge Schüler ein gutes Messinstrument für die Fremdendichte in einer Stadt), waren wieder mal alle Restaurants wie leer gefegt. Die einzigen Leute, die darin am Tisch saßen, waren die Inhaber. Und nachdem ich rund 4 Mal durch das Zentrum der Stadt gelaufen war (es gab 1 Shoppingstraße, 1 Markt, und 6-7 Wohnstraßen), ging ich einfach in irgendein Restaurant hinein.
Solche Besuche in diesen kleinen Familienbetrieben lassen manchmal einen lustigen Einblick in das Familienleben zu. Die saß nämlich gerade beim Abendessen, als ich herein kam. Ich bestellte Kimchi-Suppe, die sich trotz der Warnung der Bedienung ("oooh, sehr scharf!") als extrem gut herausstellte, und beobachtete, wie Mama den Papa dazu bewegen wollte, mit dem Soju-Trinken aufzuhören, und wie Oma dem Enkel verbot, mit den schlabbrigen Hosen auf die Straße zu gehen.
Das war so ungefähr das Spannendste an diesem Tag. Abends war am Seeufer ein Alleinunterhalter am Werk, der ziemlich lustig klang, als er Englisch zu singen versuchte. Die Brücke und die Wasserfälle, die zur Zeit kein Wasser führten, waren schön beleuchtet. Und da ich niuchts mehr zu tun wusste, ging ich schlafen, was mir bei der Hitze extrem schwer fiel.
Am Sonntag beschloss ich, Hye-Suk in Cheongju besuchen, einer 500.000-Einwohner-Stadt rund 100 km entfernt. Da ich mit der Fähre von Danyang aus nicht fahren konnte, nahm ich den Bus nach Janghoe. Leider fuhr der erst um 11:25 Uhr.
Ich fragte einen Taxifahrer, wieviel er verlangen würde, aber der wollte 17000 Won und das war mir eindeutig zu teuer, denn der Bus kostete nur 3000. Jedenfalls war ich kurz vor Mittag am Janghoe-Terminal, und da ich ja zu den Glückspilzen dieser Welt gehöre, war die Fähre gerade abgefahren, und ich konnte wieder eine Stunde warten.
Die etwa eineinhalbstuendige Bootsfahrt war dann auch - trotz des mäßigen Wetters - sehr schön. Die Szenerie um mich herum wechselte ständig, weil der See sehr verschlungen war. Definitiv das Highlight des Tages. In Chungju angekommen hätte ich rund 2 Stunden auf einen Bus zum Busterminal warten müssen (die Koreaner hatten natürlich ihre Autos dort...), also nahm ich ein Taxi, was mich schlappe 14000 Won kostete. Argh. Am Terminal nahm ich dann einen Bus nach Cheongju, und eineinhalb Stunden später, am frühen Abend, war ich dort. Das sind übrigens keine Schreibfehler: Es gibt ein Chungju, ein Choengju und ein Joenju.
Dort checkte ich in eins der zahlreichen "Märchenschloss-Motels" ein, die innen ganz normale Motels sind, nur dass sie etwas besser ausgestattet sind für Liebespaare. Soll heißen, dass man für seine 30.000 Won auch noch ein Überlebenspaket mit Zahnbürsten, Gesichtsmaske und Kondomen bekam.
Abends traf ich mich mit Hye-Suk und wir gingen in einem sehr romantisch gestalteten Restaurant der Kette "can more" Fruchteis essen. Dort drin gab es so eine Art Wintergartenumgebung mit super gepolsterten Gartenstühlen und an Seilen aufgehängten Herumbaumel-Bänkchen, alles recht kitischig aber schön dekoriert.
Heute Morgen dann zahlte ich eine weitere Nacht im Motel und begab mich auf den Weg in den Seongnisan-Nationalpark, der rund 2 Stunden außerhalb der Stadt liegt. Genauer gesagt hatte ich vor, in den dortigen Beopjusa-Tempel zu gehen.
Irgendwann um kurz vor Zwei war ich dort. Es regnet ein wenig und ich aß zunächst in einem Restaurant, in dem sich eine alte Frau freute, dass ich ein wenig Koreanisch sprach. Ich bestellte Yukgechang (Gemüsesuppe), und schon wieder bekam ich zu hören, dass sie "maeun" (= scharf) wäre. Ja ja, schon gut, dachte ich mir. Aber das Zeug stellte sich wirklich als sehr scharf heraus, und ich war froh, dass es wie immer einige Banchans (Beilagen) sowie natürlich Reis dazu gab, mit denen man die Schärfe dämpfen konnte. Blöd war nur, dass mir die scharfe Suppe einmal mächtig aufstieß, als ich gerade was auf Koreanisch sagen wollte, und ich einen roten Kopf bekam, während mir das Wasser aus Augen und Nase lief. Argh. Aber ich habs überstanden. Nur spüre ich die Suppe jetzt immer noch.
Der Weg zum Tempel war etwa einen Kilometer weit zu Fuß und führte durch einen schönen Wald. Zum Glück aber hatte ich einen Regenschirm dabei, den ich dummerweise im Bus zurück liegen gelassen habe. Der Tempel stellte sich dann aber als extrem schön heraus, vor allem mit dem Hintergrund der wolkenverhangenen Berge.
Das erste Highlight war der größe Reiskochtopf Koreas (über 2m breit und 1m hoch), der aus Eisen im Jahr 720 hergestellt und dafür benutzt wurde, den damals angeblich 3000 Mönchen, die in Beopjusa lebten, Reis zu kochen.
Das zweite Highlight war die 33m hohe Buddha-Statue, die im Jahr 1990 für 4 Mio. US-Dollar fertig gestellt wurde. Das Geld stammte von 30.000 Spendern. Die Statue löste eine ca. hundert Jahre alte Steinstatue ab, die zerfallen war. Sie besteht aus Bronze und wurde mit 80 kg Blattgold überzogen. Ein sehr eindrucksvolles Bild.
Auf dem Rückweg überraschte mich ein Wolkenbruch, und als ich endlich im Bus war, war meine Hose durchnässt. Aber immerhin hatte ich an diesem Tag noch was schönes gesehen. Morgen, hab ich mich überreden lassen, werde ich zu Verwandten von Hye-Suk in die Nähe von Gongju fahren, was etwas südwestlich von hier liegt. Und danach geht es zurück nach Seoul, wo ich die letzten Tage verbringen werde. Meine Beine werden es mir danken, denn so richtig lassen sie sich nicht mehr zum Mitmachen überreden
Zwei kleine Facts zum Schluss: In Asien (China, Korea und Japan) gilt die 4 als Unglückszahl, weil deren Aussprache dem chinesischen Wort für "Tod" ähnelt.
In Städten findet man irgendwo in jeder größeren Straße rot und blau bemalte, sich drehende Rollen. In Korea eigentlich das Zeichen für Friseure. Wenn es aber statt einer Rolle zwei sind, die sich gegenläufig drehen, dann können die Frauen dort drin vieles, nur nicht Haare schneiden... (hab ich gehört
Freitag, 29. Juni 2007
Sokcho
Gestern Nachmittag kam ich (mit genügend Geld) in der ziemlich nördlich gelegenen Stadt Sokcho an, wo ich recht schnell ein ordentliches Hotel fand, das Samsung Motel.
Samsung wird in Korea übrigens anders ausgesprochen als bei uns, nämlich "Samseong" (und so auch in Hangul, dem koreanischen Alphabet, geschrieben). Ähnlich ist es mit Hyundai, was hier "Hyeondae" ausgesprochen wird.
Viel gemacht hab ich gestern nicht mehr, weil ich noch zu erschöpft war von meiner Geldautomaten-Hatz (und wahrscheinlich können sich ein Dutzend Bankmitarbeiter noch lange an diesen Deutschen erinnern), mein Hals sich ein bißchen rau anfühlte, und das Wetter nicht das beste war. Also ging ich nur noch in den PC Bang (schöne Erfindung, echt) und abends noch kurz an den Strand, wo man trotz des Nebels weit draußen grelle Lichter der Tintenfischfänger sehen konnte, welche die Tiere dadurch in den Tod lockten.
Ich bin hier eigentlich nicht weit weg vom Soeraksan-Nationalpark, dem bekanntesten und schönsten in Südkorea. Eigentlich wollte ich dort hin gehen, und selbst wenn in meinen Beinen keine Energie mehr war, hätte ich noch mit der Seilbahn hochfahren können. Zwar regnete es heute nicht, aber es war sehr bewölkt, windig, und nachmittags zog noch Nebel auf. Bergwandern ist ja eine schöne Sache, aber wenn man den Berg nicht mehr sieht und Regenwolken gegen das Felsmassiv rumsen, ist es dort alles andere als schön.
Also fuhr ich heute Morgen mit dem Bus weiter nördlich nach Hwajinpo, einem berühmten Strand. Allerdings scheinen die Koreaner tatsächlich ausschließlich in den heißesten und regnerischsten Monaten, nämlich Juli und August, zu verreisen, denn auch hier war (wie sonst überall auch) alles ziemlich ausgestorben. Gut, am Strand mag man das ja noch verzeihen, weil das Wetter nicht gut war und das Wasser recht kalt, aber sonst?
Wegen dem Strand war ich dort aber nicht hingegangen, sondern wegen den Sommerhäusern von zwei früheren koreanischen Präsidenten. Die sollten alle in "walking distance" sein, aber das ist halt ein relativer Begriff, weshalb ich nur eins von diesen beiden Häusern fand, was sich zudem als äußerst klein und doof herausstellte. Die Lage wiederum an einem See direkt an der Küste ist traumhaft - bei schönem Wetter.
Das interessanteste war eine nicht mehr vorhandene Villa von Kim Il Sung. Kim Il Sung war, wie wir alle wissen, der Papa von Kim Jong Il, der als atomwaffendrohender, riesenbrillentragender nordkoreanischer Diktator vor einiger Zeit die Welt etwas aufgeschreckt hat. Vor dem Korea-Krieg gehörte dieser Teil des Landes (jetzt ca. 20 km vor der Grenze) noch zu Nordkorea. Auf den Stufen, die zu seinem Sommerhaus führten, stand ich heute und betrachtete ein altes Foto, das diesen Großkotz ganz klein zeigte, wie er zusammen mit ein paar anderen Kids auf eben diesen Stufen saß...
Aaah, ich stand am gleichen Ort wie der nordkoreanische Diktator! Hilfe!
Wie gesagt, der Rest war langweilig und die ganzen Beschreibungen in den Ausstellungshäuschen nur auf Koreanisch. Also fuhr ich mit dem Bus wieder zurück. Mein Magen drückte, denn ich hatte es mal wieder versäumt, ein Restaurant aufzusuchen, weil ich dachte, ich würde hier schon was finden. Denkste. Da fast niemand da war, war das Restaurant natürlich auch geschlossen.
Ich merke, wie meine Hose rutscht. Da ich jeden Tag ziemlich viel durch die Gegend marschiere, nehme ich hier ab. Das koreanische Essen ist nämlich vor allem eines: Sehr gut verdaulich. Es bleibt nicht lange im Magen, sodass man bald wieder Hunger hat. Das erklärt auch, warum die Koreaner 3x täglich warm essen können. Aber 3x täglich ein Restaurant zu suchen, sich für ein Essen zu entscheiden, aufs Essen zu warten, Geld dafür zu zahlen... ist ne ziemlich stressige Sache. Deshalb halte ich mich teilweise mit Keksen, Kimbap, Ramyeon (Fertignudeln im Becher, nur heißes Wasser dazu und gut) oder so ner Art koreanischem Berliner über Wasser.
Nachmittags wusste ich nichts mehr zu tun. Das Wetter wurde immer schlechter.
Also fuhr ich nach Naksansa, einem Tempel, der im Reiseführer beschrieben war. Es stellte sich heraus, dass Naksansa vor zwei Jahren abgebrannt war. Die Wiederaufbauarbeiten waren noch immer im Gang. Überall wurde gebaut, und der Anblick von verbrannten Bäumen war zwar mal etwas anderes, aber ich hätte den Tempel doch gerne im Original gesehen.
Immerhin war die 1977 gebaute große Statue noch gut in Schuss. Von dort oben aus (dem Naksan) hatte man auch einen tollen Blick über den Strand aufs Meer.
Und damit war der Tag auch schon vorbei. Hier im PC Bang stört mich das Wetter nicht. Mittlerweile bin ich auch ein wenig reisemüde geworden. Ich habe schon viel gesehen, und sicherlich gäbe es noch eine Menge anderer schöner Orte, und eigentlich möchte ich diese auch noch sehen, aber andererseits kann ich ja wieder einmal hierher kommen, und dann sollte noch was übrig sein. Meine Energie ist nicht mehr so stark wie in den ersten Tagen, und momentan nervt mich das Wetter.
Denn selbst wenn die Sonne nicht scheint, ist es hier sehr warm, und das Wandern fällt mir da ziemlich schwer. Hier am Meer gehts noch, nur hab ich hier jetzt das meiste gesehen, weshalb ich morgen wohl wieder ins Landesinnere fahren werde.
Obwohl ich hier meine Koreanisch-Kenntnisse nicht so anwenden kann wie eigentlich geplant, bin ich doch froh, die Sprache gelernt zu haben. Das Verstehen ist immer noch das schwierigste von allem, aber immerhin verstehe ich nun die einfachen Fragen der Leute. Wenn ich alleine bin, erwarten die Koreaner auch nicht von mir, Koreanisch zu können, was dann zu erstaunten Gesichtern führt, wenn ich in einem kleinen Straßenrestaurant, wo alles nur in Koreanisch ausgeschrieben ist, Essen bestelle. Wer hier her kommt, muss auf jeden Fall die Schrift lesen können. Das ist nicht schwierig, dauert gerade mal nen Tag. Ohne das wäre man etwas aufgeschmissen. Zusätzlich ist es praktisch, wenn man die koreanischen Zahlen kennt, denn Preise kriegt man oft nur gesagt, vor allem beim Busfahren.
Ich denke, mit ein bisschen Übung könnte ich schon ein paar Dinge sagen, aber das ist recht schwierig hier. Ich schätze, dass viele Koreaner gerne mal mit mir sprechen würden, aber die trauen sich dann nicht, weil sie ähnliche Probs mit ihrem Englisch haben wie ich mit meinem Koreanisch. Obwohl hier alle Schüler jahrelang Englisch büffeln, kann kaum jemand Englisch reden.
Das liegt daran, dass rein nur auf die Tests gelernt wird, viel zu viel theoretisch anstatt praktisch. Aber dass selbst Mitarbeiter in größeren Banken Probleme mit ihrem Englisch haben, hat mich dann doch ein wenig überrascht. Und so mutig, die anderen anzusprechen, bin ich leider auch nicht wirklich. Außer wenn es mal darum geht, ein Foto zu machen oder nach dem Weg zu fragen.
Übrigens, wo ich es gestern noch von meiner Geldautomatensuche hatte: Koreanisches Bargeld besteht aus Münzen zu 10, 50, 100 und 500 Won, sowie aus Scheinen zu 1000, 5000 und 10000 Won. Da der größte Schein also nicht mal 10 Euro wert ist, hat man gleich einen sehr dicken Geldbeutel, wenn man 300 oder 400 Euro abhebt. Hye-Suk hat mir verraten, dass man deshalb nächstes Jahr eine 100000-Won-Note einführen möchte. Macht irgendwie Sinn. Ein Fünfziger wär auch nicht schlecht...
Samsung wird in Korea übrigens anders ausgesprochen als bei uns, nämlich "Samseong" (und so auch in Hangul, dem koreanischen Alphabet, geschrieben). Ähnlich ist es mit Hyundai, was hier "Hyeondae" ausgesprochen wird.
Viel gemacht hab ich gestern nicht mehr, weil ich noch zu erschöpft war von meiner Geldautomaten-Hatz (und wahrscheinlich können sich ein Dutzend Bankmitarbeiter noch lange an diesen Deutschen erinnern), mein Hals sich ein bißchen rau anfühlte, und das Wetter nicht das beste war. Also ging ich nur noch in den PC Bang (schöne Erfindung, echt) und abends noch kurz an den Strand, wo man trotz des Nebels weit draußen grelle Lichter der Tintenfischfänger sehen konnte, welche die Tiere dadurch in den Tod lockten.
Ich bin hier eigentlich nicht weit weg vom Soeraksan-Nationalpark, dem bekanntesten und schönsten in Südkorea. Eigentlich wollte ich dort hin gehen, und selbst wenn in meinen Beinen keine Energie mehr war, hätte ich noch mit der Seilbahn hochfahren können. Zwar regnete es heute nicht, aber es war sehr bewölkt, windig, und nachmittags zog noch Nebel auf. Bergwandern ist ja eine schöne Sache, aber wenn man den Berg nicht mehr sieht und Regenwolken gegen das Felsmassiv rumsen, ist es dort alles andere als schön.
Also fuhr ich heute Morgen mit dem Bus weiter nördlich nach Hwajinpo, einem berühmten Strand. Allerdings scheinen die Koreaner tatsächlich ausschließlich in den heißesten und regnerischsten Monaten, nämlich Juli und August, zu verreisen, denn auch hier war (wie sonst überall auch) alles ziemlich ausgestorben. Gut, am Strand mag man das ja noch verzeihen, weil das Wetter nicht gut war und das Wasser recht kalt, aber sonst?
Wegen dem Strand war ich dort aber nicht hingegangen, sondern wegen den Sommerhäusern von zwei früheren koreanischen Präsidenten. Die sollten alle in "walking distance" sein, aber das ist halt ein relativer Begriff, weshalb ich nur eins von diesen beiden Häusern fand, was sich zudem als äußerst klein und doof herausstellte. Die Lage wiederum an einem See direkt an der Küste ist traumhaft - bei schönem Wetter.
Das interessanteste war eine nicht mehr vorhandene Villa von Kim Il Sung. Kim Il Sung war, wie wir alle wissen, der Papa von Kim Jong Il, der als atomwaffendrohender, riesenbrillentragender nordkoreanischer Diktator vor einiger Zeit die Welt etwas aufgeschreckt hat. Vor dem Korea-Krieg gehörte dieser Teil des Landes (jetzt ca. 20 km vor der Grenze) noch zu Nordkorea. Auf den Stufen, die zu seinem Sommerhaus führten, stand ich heute und betrachtete ein altes Foto, das diesen Großkotz ganz klein zeigte, wie er zusammen mit ein paar anderen Kids auf eben diesen Stufen saß...
Aaah, ich stand am gleichen Ort wie der nordkoreanische Diktator! Hilfe!
Wie gesagt, der Rest war langweilig und die ganzen Beschreibungen in den Ausstellungshäuschen nur auf Koreanisch. Also fuhr ich mit dem Bus wieder zurück. Mein Magen drückte, denn ich hatte es mal wieder versäumt, ein Restaurant aufzusuchen, weil ich dachte, ich würde hier schon was finden. Denkste. Da fast niemand da war, war das Restaurant natürlich auch geschlossen.
Ich merke, wie meine Hose rutscht. Da ich jeden Tag ziemlich viel durch die Gegend marschiere, nehme ich hier ab. Das koreanische Essen ist nämlich vor allem eines: Sehr gut verdaulich. Es bleibt nicht lange im Magen, sodass man bald wieder Hunger hat. Das erklärt auch, warum die Koreaner 3x täglich warm essen können. Aber 3x täglich ein Restaurant zu suchen, sich für ein Essen zu entscheiden, aufs Essen zu warten, Geld dafür zu zahlen... ist ne ziemlich stressige Sache. Deshalb halte ich mich teilweise mit Keksen, Kimbap, Ramyeon (Fertignudeln im Becher, nur heißes Wasser dazu und gut) oder so ner Art koreanischem Berliner über Wasser.
Nachmittags wusste ich nichts mehr zu tun. Das Wetter wurde immer schlechter.
Also fuhr ich nach Naksansa, einem Tempel, der im Reiseführer beschrieben war. Es stellte sich heraus, dass Naksansa vor zwei Jahren abgebrannt war. Die Wiederaufbauarbeiten waren noch immer im Gang. Überall wurde gebaut, und der Anblick von verbrannten Bäumen war zwar mal etwas anderes, aber ich hätte den Tempel doch gerne im Original gesehen.
Immerhin war die 1977 gebaute große Statue noch gut in Schuss. Von dort oben aus (dem Naksan) hatte man auch einen tollen Blick über den Strand aufs Meer.
Und damit war der Tag auch schon vorbei. Hier im PC Bang stört mich das Wetter nicht. Mittlerweile bin ich auch ein wenig reisemüde geworden. Ich habe schon viel gesehen, und sicherlich gäbe es noch eine Menge anderer schöner Orte, und eigentlich möchte ich diese auch noch sehen, aber andererseits kann ich ja wieder einmal hierher kommen, und dann sollte noch was übrig sein. Meine Energie ist nicht mehr so stark wie in den ersten Tagen, und momentan nervt mich das Wetter.
Denn selbst wenn die Sonne nicht scheint, ist es hier sehr warm, und das Wandern fällt mir da ziemlich schwer. Hier am Meer gehts noch, nur hab ich hier jetzt das meiste gesehen, weshalb ich morgen wohl wieder ins Landesinnere fahren werde.
Obwohl ich hier meine Koreanisch-Kenntnisse nicht so anwenden kann wie eigentlich geplant, bin ich doch froh, die Sprache gelernt zu haben. Das Verstehen ist immer noch das schwierigste von allem, aber immerhin verstehe ich nun die einfachen Fragen der Leute. Wenn ich alleine bin, erwarten die Koreaner auch nicht von mir, Koreanisch zu können, was dann zu erstaunten Gesichtern führt, wenn ich in einem kleinen Straßenrestaurant, wo alles nur in Koreanisch ausgeschrieben ist, Essen bestelle. Wer hier her kommt, muss auf jeden Fall die Schrift lesen können. Das ist nicht schwierig, dauert gerade mal nen Tag. Ohne das wäre man etwas aufgeschmissen. Zusätzlich ist es praktisch, wenn man die koreanischen Zahlen kennt, denn Preise kriegt man oft nur gesagt, vor allem beim Busfahren.
Ich denke, mit ein bisschen Übung könnte ich schon ein paar Dinge sagen, aber das ist recht schwierig hier. Ich schätze, dass viele Koreaner gerne mal mit mir sprechen würden, aber die trauen sich dann nicht, weil sie ähnliche Probs mit ihrem Englisch haben wie ich mit meinem Koreanisch. Obwohl hier alle Schüler jahrelang Englisch büffeln, kann kaum jemand Englisch reden.
Das liegt daran, dass rein nur auf die Tests gelernt wird, viel zu viel theoretisch anstatt praktisch. Aber dass selbst Mitarbeiter in größeren Banken Probleme mit ihrem Englisch haben, hat mich dann doch ein wenig überrascht. Und so mutig, die anderen anzusprechen, bin ich leider auch nicht wirklich. Außer wenn es mal darum geht, ein Foto zu machen oder nach dem Weg zu fragen.
Übrigens, wo ich es gestern noch von meiner Geldautomatensuche hatte: Koreanisches Bargeld besteht aus Münzen zu 10, 50, 100 und 500 Won, sowie aus Scheinen zu 1000, 5000 und 10000 Won. Da der größte Schein also nicht mal 10 Euro wert ist, hat man gleich einen sehr dicken Geldbeutel, wenn man 300 oder 400 Euro abhebt. Hye-Suk hat mir verraten, dass man deshalb nächstes Jahr eine 100000-Won-Note einführen möchte. Macht irgendwie Sinn. Ein Fünfziger wär auch nicht schlecht...
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