Meistens haben wir Glück und die Sonne kommt genau dann raus, wenn wir an unserem Zielort ankommen. So war es auch heute, zumindest ein wenig. Das undurchdringliche Grau des Morgens wurde mittags immer wieder durchbrochen. Trotzdem merken wir, dass es mit jedem Tag frischer wird. Heute Nachmittag waren wir sogar froh um unsere Jäckchen.
Das Ziel des heutigen Tages war der Gargante del Chorro, eine hohe Schlucht, die zwei Stauseen voneinander trennt. Das wahre Highlight daran war jedoch der "Camino del Rey" (Pfad des Königs), der Anfang des 20. Jahrhunderts an den Steilwänden der Schlucht angelegt wurde, um den Zugang zu den hydraulischen Anlagen der Staubecken zu erleichtern. Für den Bau seien ausschließlich Spezialisten beauftragt worden, weshalb es zu keinerlei Todesopfern kam. Was verwunderlich ist, denn... siehe unten.
Die Entscheidung, den Pfad zu begehen, wurde uns glücklicherweise abgenommen, da vor einigen Jahren das erste Teilstück herausgetrennt wurde, um Nicht-Bergsteiger von dieser Mutprobe abzuhalten. Ich muss ja zugeben: Gejuckt hätte es mich schon. Aber dann hätte ich vermutlich doch den Schwanz eingezogen . Warum? Das wird in dem Youtube-Video klar, das ich unten eingebunden habe.
Auf dem Weg nach El Chorro
Eisenbahnbrücke beim Dörfchen El Chorro
Der Pfad zum Gargante
Der Gargante del Chorro!
An der Steilwand zu sehen: Der Beginn des Camino del Rey
Schon cool. Irgendwie
Nur für Bergsteiger erreichbar
Hier das Youtube-Video. Bitte gut festhalten, wir hatten aufgrund des Videos schon Bedenken, den Gargante überhaupt zu besuchen!